Am 17. Juni 2026 lud der BSA Bezirksklub Döbling zu einem Gesprächsabend über die tiefgreifenden Veränderungen durch Künstliche Intelligenz und die Frage ein, wie Demokratie, Freiheit und Menschenwürde im KI-Zeitalter bewahrt werden können.
Zu Gast waren der Jurist und Europa-Experte Paul Nemitz, der Publizist Matthias Pfeffer sowie der Professor für Computational Social Science Prof. Dr. Jürgen Pfeffer. Gemeinsam diskutierten sie die zentralen Thesen des Buches „Die offene Zukunft und ihre Feinde“ sowie die politischen, technologischen und philosophischen Herausforderungen, die mit der rasanten Entwicklung von Künstlicher Intelligenz verbunden sind.
Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Frage, wie KI die Welt schneller als jede Technologie zuvor verändert und welche Chancen und Risiken damit verbunden sind. Die Gäste analysieren, wie Künstliche Intelligenz Effizienz, Wohlstand und Fortschritt verspricht, zugleich aber demokratische Institutionen, individuelle Freiheit und menschliche Selbstbestimmung unter Druck setzen kann. Sie diskutieren, warum Staaten und globale Technologiekonzerne um die Vorherrschaft im KI-Zeitalter konkurrieren und weshalb die Gefahr einer algorithmisch gesteuerten Gesellschaft wächst, in der immer mehr Entscheidungen von Maschinen und ihren Betreiber getroffen werden.
Darüber hinaus beleuchten die Gesprächspartner die Macht digitaler Plattformen und die Rolle von Big Tech bei der Gestaltung gesellschaftlicher Entwicklungen. Sie zeigen auf, warum die Vorstellung einer vollständig berechenbaren Zukunft eine gefährliche Illusion darstellt und wie autoritäre Kräfte sowie digitale Machtkonzentration demokratische Strukturen herausfordern können. Diskutiert wird auch, weshalb die offene Gesellschaft nur dann bestehen kann, wenn Künstliche Intelligenz demokratisch kontrolliert und an rechtsstaatliche Prinzipien gebunden wird.
