Rückschau: „Roter Tisch“ zum Thema „Wirtschaftskompetenz und Innovationskraft für Linz“

Beim letzten „Roten Tisch“ des BSA Oberösterreich war mit Univ.-Prof. Dr. Thomas Gegenhuber ein ausgewiesener Experte für wirtschaftliche und gesellschaftliche Transformation zu Gast. Der Leiter des Linz Institute for Transformative Change an der JKU und seit Februar 2025 Stadtrat für Wirtschaft und Innovation spannte einen klaren Bogen zwischen sozialdemokratischer Tradition und den Herausforderungen einer modernen Standortpolitik.

Sozialdemokratie sei immer dann besonders stark gewesen, wenn sie Wirtschaftskompetenz mit Verteilungsgerechtigkeit verbunden habe. Gerade heute sei das wesentlich: Geringes Wachstum setze ein auf Wachstum aufgebautes System unter Druck. Es müsse gelingen, mehr Investitionen auszulösen und die industrielle Erneuerung voranzutreiben.

Linz habe dafür gute Voraussetzungen. Die Stadt könne stolz sein, ihre Industrie gehalten zu haben und über zukunftsfitte Unternehmen zu verfügen. In schwierigen Zeiten dürfe nicht beim Innovationsmanagement gespart werden. Industriepolitik bleibe ein zentrales Zukunftsthema.

Gegenhuber betonte lebendige Ökosysteme, in denen Menschen, Unternehmen, Start-ups und Wissenschaft zusammenkommen und Neues entwickeln. Transformation müsse sichtbar werden. Junge Menschen gelte es für Robotik, Digitalisierung und technische Berufe zu begeistern – Technologie müsse „geil“ sein. Eine lebenswerte und international offene Stadt sei dafür ein wichtiger Standortfaktor.



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