Herrn Mag. Hannes Kolar
zum Thema
Erziehungsüberzeugungen unter Berücksichtigung des Sozialisationskontextes
Die Veranstaltung findet Vorort in der Landesgerichtsstraße 16, 1010 Wien und ONLINE über Zoom (https://us02web.zoom.us/j/84132220440pwd=TmxCcVVjN1FERzF3R1FNZG54ZlpRZz09)
statt.
Die Bowlbysche Bindungsforschung basiert auf einem Beziehungsmodell, das vorwiegend in westlich orientierten wirtschaftlich reichen Staaten zu finden ist, der „Nuklearfamilie“ mit wenigen Hauptbezugspersonen. Sozialisationskontexte mit einem Multiple Caregiver – Ansatz, die häufig in Migrationsfamilien anzutreffen sind, führen zu andersgearteten Interaktionsstilen. Auch die Erziehungsziele unterscheiden sich zwischen der ego zentrischen und der sozio-zentrischen Orientierung. Sozio-kulturelle Einflüsse sind einerseits in der Bindungsdiagnostik miteinzubeziehen, besonders bei der Beurteilung der Erziehungsfähigkeit, wie es von den klinischen Psycholog:innen in der Kinder- und Jugendhilfe erwartet wird; andererseits bei der Vermittlung von Werten und Zielen im Arbeitskontext von Lehrer:innen und Pädagog:innen mit Kindern aus vielfältigen Kulturen.
Die Veranstaltung ist vom Berufsverband Österreichischer Psycholog:innen (BÖP) als Fort- und Weiterbildungsveranstaltung gemäß § 33 Psychologengesetz 2013 mit 2 Einheiten anerkannt.
Wir können uns am 23.01.2024 nicht nur auf einen exklusiven Vortrag von Herrn Mag. Kolar (Klinischer Psychologe, Leiter des Psychologischen Dienstes und Inklusion der MA 11) freuen, sondern haben im Anschluss auch noch Gelegenheit dieses aktuelle Thema mit ihm zu diskutieren. Ich hoffe auf zahlreiches Erscheinen – bitte auch interessierte Freunde und Bekannte mitnehmen!